Rückerstattung von Renovierungskosten

Ein Blogleser fragt:

Vor einigen Monaten habe ich in der Nähe von Buriram ein Haus gemietet. Kommenden März werde ich dort wieder ausziehen. Für dieses Haus habe ich etwa 25.000 Baht an Renovierungskosten aufgewendet, da es vorher in einem nicht so guten Zustand war. Diese Kosten möchte ich beim Auszug natürlich zurück haben. Der Vermieter allerdings will davon nichts hören und sagt, es sei sein Haus und alle gehöre ihm.
Am liebsten würde ich vor Auszug meine Renovierungen wieder zerstören. Bekomme ich dann Ärger oder wäre das mein Recht, auch als Ausländer?
Einen Mietvertrag habe ich nicht, alle Vereinbarungen wurden mündlich getroffen. Ich habe keine 25.000 Baht zu verschenken, schliesslich ist es mein Geld und meine Arbeit. Zeugen habe ich etliche, dass ich die Renovierung in Angriff genommen habe (Arbeiter, Nachbarschaft usw).

Vimami antwortet:

Wir verstehen natürlich Ihren Ärger darüber, dass Ihnen der Hausbesitzer Ihre Investitionen für die Renovierung der Mietsache nicht zurückerstatten will. Allerdings ist es so, dass wenn dieser das nicht freiwillig tut oder mit einem Mieterlass zu begleichen bereit ist, können und sollten Sie nichts dagegen unternehmen. Vor allen Dingen dürfen Sie nichts zerstören, auch wenn Sie sich im Recht fühlen.

Nach thailändischem Recht gehört alles, was mit dem Haus direkt verbunden bzw. fixiert ist, wie z.B eine Aircondition, die Wasserleitung, Wandschränke, Bad mit Dusche, Toilette usw., zum Gebäude und somit natürlich dem Eigentümer.

Sie würden sich strafbar machen, wenn Sie die von Ihnen bezahlten Einrichtungen vor Ihrem Auszug zerstören würden. Die einzige Möglichkeit, um den Hausbesitzer nicht in den Genuss Ihrer Renovierung kommen zu lassen ist alles wieder auszubauen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Das ist natürlich ein erneuter Kostenaufwand für Sie. Beachten Sie bitte auch, dass bei baulichen Veränderungen einer Mietsache, das schrifltiche Einverständnis des Vermieters erforderlich ist. Das gilt natürlich auch bei der evtl. Wiederherstellung des alten Zustandes.

Wie wir Ihrem Schreiben entnehmen, haben Sie alles nur mündlich mit dem Besitzer ausgemacht, aber keinen schriftlichen Vertrag geschlossen. Somit bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beissen oder einen erneuten Versuch einer gütlichen Einigung zu unternehmen.

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